Vortrag im Afrikakolloquium der Humboldt Universität zu Berlin: “Translokale Narrative in franko-komorischem HipHop in Marseille”

Am 18. November 2015 präsentiert Birgit Englert Teile ihrer Forschung in einem Vortrag im Rahmen des Afrikakolloquium am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin:

“Translokale Narrative in franko-komorischem HipHop in Marseille”

Wann: 18.11.2015 von 18:00 bis 19:30

Wo: Institut für Asien- und Afrikawissenschaften, Invalidenstr. 118, 4. Etage, R. 410

Abstract:

In diesem Vortrag geht es um HipHop in einem diasporischen Kontext, konkret um Franko-komorische Künstler in Marseille. In der zweitgrößten französischen Metropole im Süden des Landes hat ein hoher Anteil der Bevölkerung Bezug zu den Komoren, der Inselgruppe im Indischen Ozean. Im Zentrum der Analyse, die eine Mobilitätsperspektive einnimmt, stehen Soprano, einer der gegenwärtig populärsten Rapper in Frankreich, und Ahamada Smis, der als Slam-Künstler eher in einer “Weltmusikszene” verortet ist.

Die aktuellen Alben beider Künstler tragen bereits Dimensionen von Mobilität in ihren Titeln: “Cosmopolitanie” (2014) von Soprano und “Origines” (2013) von Ahamada Smis. Beide schaffen – auf sehr unterschiedliche Art – in ihrem Werk translokale Narrative, welche die Dichotomie zwischen „Komorisch“ und „Französisch“ herausfordern und neue Perspektiven auf die Stadt Marseille und die vermeintliche „Komorische Gemeinschaft“ werfen. Aber auch die Verortung der Komoren und nicht zuletzt auch die Verortung des Genre Rap selbst wird verschoben.